Tradition seit 1946

Gründungsgeschichte

1945 Gründung

Die eigentliche Gründungsversammlung einer neuen Fasnachtsgruppe fand im Saal des ehemaligen Kaffee Schmid (heute 44er Shop) statt. dies war im August oder September im Jahr 1945. Genau kann das Datum nicht mehr eruiert werden, da das Protokoll der Gründungsversammlung als verschollen gilt.

Die folgenden Personen sind als die Gründungsmitglieder registriert:
Rudolf Plattner / Hermann Seiler / Hans Plattner / Xaver Kaist / Hansruedi Martin / Willi Widmer / Emil Martin / Max Schaffner / Emil Kummli / Walter Schweizer / Ernst Bretscher / Adolf Weiss /
Hans Berli.


Ruedi Plattner wurde einstimmig zum Leiter ernannt und gleichzeitig zum Schnitzelbankschreiber bestimmt.

Es wurde auch gleich beschlossen, dass die neue Fasnachtsgruppe mit Instrumenten auftreten und den Namen „Güllepumpi" tragen solle.


Hansruedi Martin wurde zum Chef des Kassawesens gewählt und Hans Plattner stellte sich für das Zeichnen der Schnitzelbank-Bilder zur Verfügung.

1946 erster Auftritt

Am Fasnachtssonntag-Abend 1946 war es dann soweit; Im Charivari und mit bunter Gesichtsschminkung (Schmetterling) von Emil Martin brachte die neue Fasnachtsgruppe „Güllepumpi" die erste Runde durch die Frenkendörfer Dorfbeizen hinter sich. Begonnen wurde im Rest. Kreuzstrasse, wo der Wirt Karl Martin sen. einen Humpen „Kaffee avec" stiftete.
Die Bevölkerung war -kurz nach dem Krieg- sehr fasnachtshungrig und nahm die Güllepumpi in grosser Zahl mit Begeisterung aut.
Am Fasnachtsmontag 1946 zog dann die Güllepumpi in einem Brückenwagen mit Geländer und dekoriert mit Tann-Aesten und bunten Papierrosen durch die Gemeinden Muttenz, Pratteln, Frenkendorf, Füllinsdorf, Eptingen, Diegten, Zungen, Sissach, Lausen und zurück nach
Frenkendorf und sang den ersten Güllepumpi Schnitzelbank.
Der Brückenwagen wurde gratis zur Verfügung gestellt (samt Traktor und Chauffeur Achilles Grossenbacher) vom Bauer Karl Martin sen.
Das erste Fasnachtsjahr 1946 der Fränkedörfer Güllepumpi hat sich auch finanziell gelohnt.

Aus der ersten Abrechnung (geführt von Kassier Hansruedi
Martin) entnehmen wir:

Total Ausgaben: Fr. 224.90

Total Einnahmen: Fr. 653.35


REINGEWINN: Fr. 428.45


Ein Schnitzelbankzettel wurde für 50 Rappen verkauft, und bei den Ausgaben
stand unter anderem: 5 Larven und 6 Nasen = Fr. 27.20 !


Die ersten 2 Schnitzelbankverse 1946 (nach der Melodie „Schwäbische
Eisenbahn" hiessen:


Mir grüesen ech, ihr liebe Lütt in dere schöne Fasnachtszyt, vil zlang hei mir e Muulchorb treit und s'Narrechleid in Chaschte gleit.
Doch d'Fränkedörfer Güllepumpi die zieht dr Dräck us jeder Gumpi Jetz sprudlets use ohni Wahl und s'Motto heisst: Skandal, Skandal!

2026 Güllepumpi Heute

Die Güllepumpi Heute steht für gelebte Fasnacht, Zusammenhalt und jede Menge Engagement. Mit aktuell 33 Aktivmitgliedern sind wir ein lebendiger Verein, der Tradition pflegt und gleichzeitig offen für Neues ist.

Unser Herzstück ist der GP-Chäller, der im monatlichen Betrieb Raum für Begegnungen, Geselligkeit und Vereinsleben bietet. Für Stimmung ausserhalb unserer vier Wände sorgt unser Barwagen „Klapp-Bar“, der an Anlässen und Festen der Güllepumpi nicht mehr wegzudenken ist.

Natürlich gehört auch unser eigener Fasnachtswagen zur Güllepumpi – genauso wie unser Container-Materialwagen, der uns logistisch unterstützt und den reibungslosen Betrieb ermöglicht.

Mit Stolz blicken wir auf unsere Geschichte zurück und voller Vorfreude nach vorne:

Das 80-Jahre-Jubiläum steht bevor, und wir freuen uns darauf, dieses besondere Ereignis mit einem gebührenden Fest gemeinsam zu feiern.